Genossenschaft Geschichte

Geschichte der Genossenschaft


Unsere Genossenschaft existiert seit 1900.

Parallel zur Industrialisierung im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Genossenschaftswesen. Es ist eine Geschichte von Menschen, die sich gegen Not und Elend zur Wehr setzten. Viele Schwache verbündeten sich, weil sie erkannten, dass der Einzelne wirtschaftlich nichts, ein Verband wie die Genossenschaft aber mächtig sein konnte.

Dieser Grundgedanke ist im § 1 des Genossenschaftsgesetzes als Förderauftrag festgeschrieben. Aus diesem Förderungsprinzip resultiert das Identitätsprinzip, das wie folgt lautet:

"Die Mitglieder einer Genossenschaft haben eine Doppelfunktion:
Sie sind wirtschaftliche Träger der Genossenschaft einerseits und Nutzer ihrer Wohnungen andererseits."


Eine tragende Säule der Genossenschaft ist das demokratische Prinzip.
Die Stimmrechte der Mitglieder werden nicht aus der Höhe ihrer Kapitalbeteiligung abgeleitet, sondern es gilt: 1 Mitglied = 1 Stimme.

Auf dieser Basis werden bis heute grundlegende Entscheidungen wie die Feststellung des Jahresabschlusses, die Wahl des Aufsichtsrates, die Änderung der Satzung oder die Erhöhung der Genossenschaftsanteile nur in der General- bzw. Vertreterversammlung als höchstem Beschluss- und Kontrollorgan gefällt.

Das Solidaritätsprinzip der Genossenschaften enthält alle Merkmale der demokratischen Kompromissfähigkeit. Die Gesamtheit aller Genossenschaftsmitglieder bedeutet keine bloße Addition von Einzelinteressen. Der Weg, ein wirtschaftliches Ziel zu erreichen, wird zwar von allen gemeinsam bestimmt, aber von keinem allein vorgegeben.

Geschichte und Geschichten aus Sangerhausen: von der Entstehung des genossenschaftlichen Wohnens im 19. Jahrhunder bis zur heutigen Zeit

Am 18.02.2010 feierte die Wohnungsbaugenossenschaft Sangerhausen e.G. ihre 110-jährige Geschichte und präsentierte eine umfassende Dokumentation zum genossenschaftlichen Wohnen in Sangerhausen.